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Der Lehrbienenstand Marienfelde liegt am südlichen Stadtrand des Bezirks Tempelhof in der Naturschutzstation der Naturwacht Berlin e.V.

Träger war der Imkerverband Berlin e.V. und die Betreuung oblag bis zum 30.04.2021 dem Imkerverein Lichtenrade e.V.

Aktuell:

Der Lehrbienenstand ist seit dem 26. Oktober 2020 geschlossen und wird mit den bisherigen Angeboten und Aktionen auch nicht wieder öffnen!

Die Naturwacht e.V., als Hauptpächter des Geländes der Naturschutzstation, hat den Nutzungsvertrag zunächst zum 31.12.2020 und in der Verlängerung zum 30.04.2021 gekündigt.

Über die von der Naturwacht geforderten Nutzungsbedingungen konnte keine Einigung erzielt werden.

Nach sieben Jahren erfolgreicher, ehrenamtlicher Arbeit am Lehrbienenstand bedauern wir diese Entwicklung außerordentlich. Mitglieder des Imkervereins Lichtenrade haben mit Begeisterung Praxiskurse für Anfänger, Führungen für Kindergruppen und Schulklassen sowie Tagesseminare für Erwachsene durchgeführt. Während der Saison standen jeweils an einem Wochenendtag Imker zur Besucherbetreuung bereit. Darüber hinaus stand der Schleuderraum externen Imkern zur Honigernte zur Verfügung.

Allen, die an der Arbeit am Lehrbienenstand beteiligt waren und deren Arbeit unterstützt haben, sowie allen Besuchern, sei herzlich gedankt.

"Team Lehrbienenstand" Imkerverein Lichtenrade e.V.

 

Soweit uns bekannt ist, strebt die Naturwacht eine Vereinbarung, direkt mit einem Imker persönlich, zur Weiterführung der Einrichtung unter dem Titel "Erlebbare Imkerei" an.

 

Über die Veränderungen am Lehrbienenstand sollte über die regionale Presse informiert werden. Dazu wurde der "Berliner Woche" und dem "Lichtenrader Magazin" nachfolgender Bericht angeboten:

Nach sieben Jahren: Rückzug des Imkervereins Lichtenrade vom Lehrbienenstand Marienfelde

Der Lehrbienenstand Marienfelde im Diedersdorfer Weg wurde ab Herbst 2013 aufgebaut und nahm im Frühjahr 2014 seinen regulären Betrieb auf.

Die finanziellen Sachmittel für den Aufbau wurden von einem Mitglied des Imkervereins Lichtenrade bei der Senatsverwaltung eingeworben und teilweise dem Imkerverband Berlin, teilweise dem Imkerverein direkt zugewiesen. Träger des Projektes war der Imkerverband Berlin; die nachfolgende Betreuung oblag den Mitgliedern des Imkervereins Lichtenrade.

Die Erschließung des Geländes, der Bau des Bienenhauses sowie weiterer Einrichtungen wurden, neben Ehrenamtlichen, vom Personal der damaligen NABU-Naturschutzstation ausgeführt.

In den sieben Jahren seines Bestehens kann der Lehrbienenstand auf zahlreiche Aktivitäten zurückblicken. An jeweils einem Wochenendtag und auch an Feiertagen waren Imker anwesend die Besuchern anhand von Schautafeln und Schaukästen - Bienenvölkchen hinter Glas - das Leben der Bienen und das Wesen der Imkerei anschaulich erklären konnten. Nicht nur über Honig-, sondern auch über die vielen Arten der Wildbienen und Wespen wurde informiert. Kindergruppen und Schulklassen erlebten hautnah das Leben der Bienen und wurden stets auch mit Honigschnitten für ihre Aufmerksamkeit belohnt. Angehende Imker wurden Jahr für Jahr in der Praxis der Bienenhaltung unterwiesen und für Anbieter von Erwachsenenbildung wurden Tagesseminare durchgeführt.

Neben weiteren Sonderveranstaltungen wurde der Lehrbienenstand z.B. von einer Delegation chinesischer Imker und einer Imker-Reisegruppe aus Lettland besucht. Als weiteres Highlight darf die Live-Übertragung vom Lehrbienenstand in das ZDF-Morgenmagazin gelten.

Bei allen Besuchern fand das Informationsangebot reges Interesse und großen Anklang.

Der Lehrbienenstand wurde incl. der Pflege der Außenanlagen ehrenamtlich betrieben und konnte die Sachkosten aus Honigverkauf und Lehrgangsgebühren bestreiten

Nunmehr hat die Naturwacht Berlin e.V. , als Nachfolgerin des NABU, dem Imkerverband die Nutzungsvereinbarung für den Lehrbienenstand abrupt gekündigt. Über die Forderungen der Naturwacht folgten monatelange Verhandlungen. Dem Lehrbienenstand sollte neben weitreichenden Auflagen die Eigenständigkeit entzogen werden, ein Ansinnen, das den selbstbewussten Imkern zu weit ging.

In der Folge wurde die Kündigung der Naturwacht wirksam und der Lehrbienenstand zu Ende April vollständig geräumt.

Der Imkerverein Lichtenrade bedauert diese Entwicklung außerordentlich und dankt allen Unterstützern und Besuchern recht herzlich.

Erwin Biller

Team Lehrbienenstand Marienfelde

Daraus resultierte in der "Berliner Woche" folgender Artikel:

Berliner Woche 10.05.2021

Aufgrund der darin enthaltenen Falschaussagen wurde die Redaktion der "Berliner Woche" um eine Richtigstellung gebeten:

An Berliner Woche, redaktion
Datum 2021-05-24 12:42

Betr.: "Berliner Woche" KW 20 Lichtenrade, Marienfelde

        "Auf keinen Fall die Wildbienen vergessen"

Sehr geehte Damen und Herren,

am 06.05.2021 habe ich Ihnen einen Bericht zur Veröffentlichung zugesandt. Der Bericht wurde von Ihnen nicht veröffentlicht.

Wohl aber hat die Journalistin, Frau Susanne Schilp, in einem Bericht über die Naturschutzstation zwei Sätze aus meiner Vorlage übernommen und über Details aus der Auseinandersetzung zwischen Imkern und Naturwacht berichtet; dies ausschließlich aus der Sicht des Leiters der Naturwacht, Herrn Lindner.

Der Bericht zitiert falsche Behauptungen von Herrn Lindner. Ich fordere sie auf, nachfolgend fett ausgeführte Stellungnahme zu veröffentlichen:

Herr Lindner behauptet fälschlicherweise, die Verantwortlichkeiten seinen unklar gewesen. Richtig ist, dass jeder Imker, der am Lehrbienenstand tätig war, eigenverantwortlich handelte und in dieser Funktion haftpflichtversichert war. Darüber hinaus lag Herrn Lindner schriftlich mit Kontaktdaten vor, wer  für die Aktionen am Lehrbienenstand hauptverantwortlich war.

Ohne Kenntnis eines Ansprechpartners hätte eine rechtsverbindliche Kündigung auch nicht ausgesprochen werden können.

Herr Lindner behauptet fälschlicherweise keine Auskunft über das Verfahren bei Bienenstichen erhalten zu haben. Richtig ist, dass ich persönlich Herrn Lindner über unser Vorgehen in solchen Fällen unterrichtet habe. Außerdem lag für alle Beteiligten am Lehrbienenstand eine schriftliche Anweisung für einen solchen Fall vor.

gez. Erwin Biller

Ich behalte mir vor, rechtlich gegen Herrn Lindners falsche Behauptungen vorzugehen.

Ich war bei der Betreuung von Kindergruppen grundsätzlich persönlich vor Ort. Ich halte seit über 40 Jahren Bienen und betreue seit 35 Jahren mit meiner Frau zusammen Kindergruppen am eigenen Bienenstand. Mir zu unterstellen, ich wüßte nicht, was im Falle eines Bienenstichs zu tun sei, ist eine Ungeheuerlichkeit. Dass diese Behauptung, ohne zu hinterfragen veröffentlicht wird, ist ausgesprochen banal.

Möglichweise für Ihre Leser von Interesse (und für Herrn Lindner zum Mitschreiben):

Im Falle eines Bienenstichs (oder Stich anderer Insekten):

- Sofort Stachel entfernen (mit Daumennagel wegschieben)

- Stichstelle mit dem "bite away" behandeln (Wärmebehandlung zerstört das Bienengift)

- Im Falle von allergischen Reaktionen (Schüttelfrost, Übelkeit, fleckige Haut) sofort Notruf 112 anrufen!

Das "bite away" ist in den meisten Drogerien, in Apotheken oder im Internet für etwa EUR 25,-- erhältlich. Es handelt sich um keine "medizinische" Anwendung, darf also ohne medizinische Fachkenntnis angewendet werden.

Wir haben am Lehrbienenstand züchterisch gearbeitet und Bienen im Hinblick auf "Sanftmut" selektiert. Aus diesem Grunde kam es trotz "hautnahen" Kontakten der Kinder und Besucher mit Bienen nur äußerst selten zu einem Bienenstich. In keinem Fall war ein Noteinsatz erforderlich.

Bezüglich der Forderungen der Naturwacht an den Lehrbienenstand gab es am 19.09.2020 ein erstes klärendes Gespräch. Anstatt weitere Gespräche abzuwarten hat die Naturwacht die Nutzungsvereinbarung mit Datum vom 25.09.2020 ohne Begründung gekündigt.

Nach erfolglosen weiteren Verhandlungen hat uns die Naturwacht vor die Alternative gestellt, die komplette Ausstattung des Lehrbienenstandes (Eigentum des Imkerverbandes Berlin bzw. des Imkervereins Lichtenrade) der Naturwacht als Eigentum zu überlassen, alternativ alles abzuräumen. Eine leihweise Überlassung hat die Naturwacht abgeleht. Wir haben uns für Letzteres entschieden um andernorts neu zu starten.

Gerne hätten wir die wertvolle Ausstattung des Leherbienenstandes dem Nachfolgeimker überlassen. Der Starrsinn der Naturwacht hat dies verhindert. Eine seit Jahren weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannte und beliebte Einrichtung ist damit zerschlagen worden.

Zum Thema Wildbienen: Am Lehrbienenstand gab es ausführliche Infotafeln und für Besucher Infomaterial über Wildbienen zum Mitnehmen. Ferner haben wir in Tagesseminaren das Thema Wildbienen gleichrangig mit den Honigbienen dargestellt. Ein erstes Merkblatt zum Thema Wildbienen habe ich bereits vor Jahrzehnten entwickelt und verbreitet als Herr Lindner noch feucht hinter den Ohren war. Ich habe es lediglich versäumt, mich mit Schlapphut in den Vordergrund zu drängeln.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Weiterleitung an Frau Susanne Schilp

Erwin Biller (vormals leitend im Team Lehrbienenstand Marienfelde)

Die Redaktion der "Berliner Woche" bat um Rückruf und ließ mich wissen, dass in dem besagten Artikel ja zwei Sätze meiner Vorlage berücksichtigt wurden. Die Veröffentlichung meiner Berichtigungen zu den falschen Behauptungen wurde abgelehnt und auf die Möglichkeit eines Leserbriefes verwiesen.

Die Redaktion des "Lichtenrader Magazin" hat ohne weitere Rückfrage meine Vorlage gekürzt und mit einigen Fehlern behaftet wiedergegeben:

LM 0621 - Lichtenrade aktuell

Soweit also die "erfolgreiche" Zusammenarbeit mit der regionalen Presse! gez. E. Biller